13. April Über Nacht hatte es sich auf angenehme 22 C abgekühlt. Trotz intensiven Kartenstudiums konnte ich in Austin Downtown keine Möglichkeit finden, mit dem RV zu parken, PKW-Parkplätze jede Menge. So passierten wir Austin auf der achtspurigen Interstate 35 Richtung San Antonio. Die deutschen Einwanderer aus dem 19. Jahrhundert haben viele Spuren hinterlassen. Zeugen sind die Ortsnamen wie Neu Braunfels, Boerne, Grüne, Fredericksburg usw. In Braunfels findet jedes Jahr im November das "Wurstfest" statt, das 160 000 Besucher anlockt. Großes German Entertainment: die Fichtelgebirgsmusikanten, The Sauerkrauts, das Alpen Blech Ensemble und andere. 25 Tonnen Würste werden vertilgt!
Annettes Navi führte uns sicher nach San Antonio (165 km) und zum KOA-Platz "Alamo". Alamo, ein geschichtsträchtiger Name. The Alamo, die ehemalige Missionskirche San Antonio, gilt als die Wiege von Texas. Sie ist Pilgerstätte für Texaner und Mexikaner gleichermaßen. 1836 verteidigten knapp 200 Texaner das dortige Fort, die Alamo, gegen eine 4000 Mann starke mexikanische Armee. Aber keiner der Verteidiger überlebte. Einen Monat später nahmen die Texaner unter Sam Housten mit dem Schlachtruf "Remember the Alamo" Rache und schlugen die Mexikaner in der Schlacht von San Jacinto entscheidend. Die Namen der 189 tapferen Verteidiger sind auf Bronzetafeln eingraviert. Texas Ranger sorgen für ordentliches, ehrfürchtiges Verhalten der Besucher. Mich erinnert das an die Gedenkstätte von Pearl Harbor auf Hawaii.
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| San Antonio River |
Direkt vor dem RV-Platz ist die Haltestelle der Buslinie 24, die nach Downtown fährt. Endlich mal die Gelegenheit, ohne RV ins Zentrum zu kommen, 20 min Fahrt für 1,20$. Der San Antonio River fließt in großen Schleifen durch Downtown. Zu beiden Seiten kann man auf dem Riverwalk kilometerweit gehen, ein Restaurant am anderen, vor allem mexikanische Küche. Menschenmassen (Sonntag!) auf dem Riverwalk wie vorigen Samstag in Nashville, nur daß es heute 10 C wärmer war. Unzählige vollbesetzte Ausflugsboote kurvten auf dem Fluß, der von vielen Fußgängerbrücken überspannt wird. Alles in allem ein schöner Ort zum Bummeln, Essen, Abhängen.
40% der Bevölkerung von San Antonio ist spanisch/mexikanischen Ursprungs, was nicht zu übersehen war. Ebenfalls nicht zu übersehen war die Tatsache, daß die Mexikaner die Amerikaner an Fettleibigkeit übertrumpft haben. Was liefen da für dicke Leute herum! Bus 24 brachte uns wieder zum Platz zurück, Beine lang machen, Bericht schreiben. Es ist 21:00 Uhr, Thermometer zeigt 30C, morgen soll es sich stark abkühlen. Hoffentlich!
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| Downtown von San Antonio |
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